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In der Antike trugen 16 Orte den Namen Antiochia. Zwei davon erscheinen im Neuen Testament. Antiochia am Orontes, die heutige Goßstadt Antakya an der syrischen Grenze war die Muttergemeinde und Missionsbasis der Apostel Paulus und Petrus. Durch die Tätigkeit von Paulus in Inneranatolien, im pisidischen Antiochia, entstand die erste Gemeinde in Kleinasien, von der die Apostelgeschichte berichtet. Seleukos I., einer der Nachfolger Alexander des Großen, gründete um 280 v.Chr. die Stadt. Bis zum Anfang des 4. Jhd. gehörte Antiochia i.P. zur römischen Kolonie in der Provinz Galatien. Um 310 n. Chr. entstand eine eigene Provinz Pisidien, deren Hauptort Antiochia wurde. Im 8.Jhd. wurde die Stadt von den Arabern erobert um dann in der zweiten Hälfte des 13.Jhd. endgültig zugunsten der neuen Siedlung Yalvac aufgegeben zu werden. Zahlreiche Bausteine aus Antiochia wurden zu Aufbau von Yalvac verwendet. Besonders in die Devlethani-Moschee sind viele antike Bauteile eingebaut. In den letzten Jahren sind im antiken Ruinenfeld die Ausgrabungen wieder aufgenommen worden. Die Besucher können sich einen Eindruck machen von den Stadtmauern, die mit einer Länge von rund 3000 und einer Stärke von 1,50 - 5,50 Metern ein Gebiet von 47 Hektar vor Feinden schützten. Über die antike Säulenstraße gelangt man zu den Ausgrabungen des Augustus-Tempels und von dort zu den Badeanlagen der Stadt. Das hier gefundene Nymphäum gehört zu den größten erhaltenen römischen Bädern der Antike. Weiterhin sieht man die Grundmauern von zwei Kirchen, die an die christliche Geschichte der Stadt erinnern. Im Museum von Yalvac ist ein Taufstzein ausgestellt, der in Antiochia i.P. gefunden wurde. Eine Inschrift erinnert an den Apostel Paulus.
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