Hasankeyf

Über Kurtalan und Besiri kann man Hasankeyf erreichen. Das heutige Dorf am Platz eines bedeutenden Flußübergangs und großer früherer Stadtsiedlungen läßt durch eindrucksvolle Ruinen den ehemaligen Glanz erahnen.

Auf das syrische Wort Kifo (Fels) verweist die griechisch-römische Bezeichnung Kiphas oder Ciphas, so daß Hisn Kyfa, wie der Ort korrekt heißt, "Felsenburg" bedeutet.

Die abgesehen von der Burg nie durch eine Mauer geschützte Stadt war ein Handelsplatz an den Verbindungsstraßen nach Syrien und in den Irak. Der Stamm der Artukiden, der seit 1102 in Hasankeyf regierte, führte die Stadt zu ihrer größten Blüte. Davon zeugen z.B. die Reste der unter Fürst Kara Arslan restaurierten Tigris-Brücke. Im Jahr 1232 mußten die Artukiden Ayyubiden weichen und 1260 erlebte die Stadt den Überfall der Mongolen. Seit der zweiten Hälfte des 15. Jh. herrschten die Ak-Koyunlu, die im 16. Jh. durch die persischen Safawiden abgelöst wurden. Nach der Eingliederung in das Osmanische Reich im Jahre 1516 geriet die Stadt immer mehr zum unbedeutenden Dorf.