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Laodizea oder Laodikea wurde zwischen 261 und 253 v. Chr. von Antiochos II. Gegründet und nach seiner Gemahlin und Mörderin Laodike benannt. Seiner günstigen Lage in einer fruchtbaren, wasserreichen Ebene verdankt es einen gewissen Wohlstand während des Hellenismus und der römischen Kaiserzeit. Der Geschichtsschreiber Strabon (65 v.Chr. bis 26 n.Chr.) nannte die Stadt eine bedeutende und reiche Stadt. Laodikea wird von Paulus im Brief an die Kolosser erwähnt und war die Empfängerin des siebten Sendschreibens in der Offenbarung (Offb 3,14-22). Im Jahr 1190 kam das Heer des dritten Kreuzzuges unter Friedrich Barbarossa nach Laodikea. Dort war das Ende des byzantinischen Herrschaftsbereiches, es begann der Machtbereich der türkischen Seldcuken. Als die Kreuzritter, die Byzantiner und die seldcukischen Türken im Westen Anatoliens aufeinandertrafen, hatte die Stadt ihre Blütezeit schon lange hinter sich. Der Abstieg der Stadt begann 494 durch ein schweres Erdbeben. Endgültig verlassen wurde Laodikea im 13. Jhd., nachdem die Türken ihre Herrschaft in diesem Gebiet durchgesetzt hatten. Die Bevölkerung ließ sich vor allem in Denizli nieder. Das heutige, interessante Ruinenfeld von Laodikea befindet sich auf einer flachen Anhöhe nicht weit nach dem Stadtrand von Denizli. Zwischen den Dörfern Goncali und Eskihisar dehnt sich das alte Stadtgebiet Laodikeas mit einer Fläche von mehr als einem Quadratkilometer aus. Deutlich zu erkennen sind das Stadions, das Gymnasiums oder eine Badeanlage. Etwa in der Mitte der Anhöhe sind Reste des Rathauses, eines Tempels und die Grundmauern einiger Gebäude freigelegt. Sehr gut erhalten sind das große sowie das kleine Theater.
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