Mardin

Mardin ist die Stadt der verschiedenen Kulturen und Religionen. Das Gebiet war seit alters her die Verbindung zwischen den mesopotamischen und den anatolischen Kulturen. Jede Kultur und jede Religion hat ihre Spuren hinterlassen. Sie dürfen sich nicht wundern, wenn nach dem Aufruf des Muezzins plötzlich die Glocken einer Kirche läuten. Denn neben Moscheen gibt es auch reichlich Kirchen und Klöster in dieser geheimnisvollen Stadt.

Touristisch ist dieses Gebiet vor allem mit der Altstadt Mardins und dem Tur Abdin bekannt. Zwei der ältesten christlichen Klöster (Dayro d'Mor Hananyo und Dayro d'Mor Gabriel) liegen in dieser Provinz.

Im 7.Jh.n.Chr. beginnt die islamische Geschichte der Stadt durch di Omaijaden. Die Seldschuken nahmen auch Mardin wie die meisten anderen Städte in dieser Region im 11 Jh. unter ihre Herrschaft. Auch der Tur Abdin, befindet sich in der Nähe von Mardin. Es ist die Heimat der syrisch-orthodoxen Christen, and der syrisch-irakischen Grenze gelegen, im Südosten der Türkei. Dieses Gebiet gehört zum "Urgestein" der ökumenischen Bewegung weltweit und ist eines der ältesten Zentren des christlichen Glaubens. Die Sprache dieser Christen ist ein Dialekt des Aramäischen, der Muttersprache Jesu.

1640 wurde Mardin von den Arabern erobert. Die arabischislamische Kultur gewann an Boden, die arabische Sprache wurde führend. Der Einfluss der arabischislamischen Kultur blieb auch unter den Türken erhalten; zu Beginn des 12. Jhs. kamen die Artuken in Mardin an die Macht. Ein herausragendes Beispiel artukischer Baukunst ist die Ulu-Moschee.