Olympos

Zwischen den heutigen Dörfern Ulupinar und Yaziliköy liegt das einstige Olympos, in lykischer Zeit Hafenstadt und Mitglied des Lykischen Bundes. Olympos kam wegen seiner strategisch günstigen Lage als Hafenstadt in lykischer Zeit zu großem Reichtum und war mit 3 Vertretern ein angesehenes Mitglied im Lykischen Bund. Dies hatte zur damaligen Zeit natürlich auch zahlreiche Piratenüberfälle zur Folge. Später erhielt Olympos Hilfe vom römischen Kommandanten Isauricus. Genuesische und venezianische Händler, die den natürlichen Hafen der Stadt aufsuchten, trugen maßgeblich zum Reichtum der Stadt bei.

Zu den heute insgesamt stark verfallenen Resten der Stadt gehören ein römisches Theater, eine byzantinische Basilika, ein Tempel mit gut erhaltenem Tor sowie eine große Nekropole mit interessanten Stollengräbern.

Die "brennenden Steine" von Chimära

Nahe der antiken Stadt Olympos befinden sich die sogenannten "brennenden Steine", die geheimnisvollen Feuer der Chimaira - ein Felsplateau, das aus unzähligen Öffnungen, Felsschlitzen und Höhlen Erdgasflammen speit.

Chimäre, das Feuer speiende Ungeheuer, soll in Lykien beheimatet gewesen sein. Es hatte den Lykiern immer wieder schwer zu schaffen gemacht - mit seinem Löwenkopf, dem Ziegenkörper und dem Schlangenhinterteil. Der Sage nach bot sich eines Tages dem lykischen König eine hervorragende Gelegenheit, sich der Schreckensgestalt zu entledigen: König Proitos forderte aus Eifersuchtsgründen seinen Schwiegervater König Jobates von Lykien auf, einen vermeintlichen Nebenbuhler, den schönen und tapferen Jüngling Bellerophan, zu töten.

Der König v. Lykien erkannte seine Chance, tötete den Jüngling nicht, sondern initiierte einen Zweikampf mit Chimäre. Die Bellerophon zu Hilfe eilenden Götter jedoch schlossen Chimäre in die Unterwelt ein, aus der ihr Atem bis heute aus der Oberfläche entweicht.